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"vom Bauernhof zur Sagenwelt"

noa* (network of architecture) denken das Familienhotel Ulrichshof neu und verwandeln den ehemaligen Großbauernhof in einen Erfahrungsraum für Kinder und Eltern.

Es war alles schon da, nur ungleichmäßig verteilt oder versteckt zwischen Wald, Bauernhof und bestehender Hotelsubstanz.
(Stefan Rier)
Sozusagen von unten haben sich die Architekten, Designer, Psychologen, Hobbyjäger, Stoffdesigner und Lichtkünstler dem Projekt genähert. “Es war alles schon da, nur ungleichmäßig verteilt oder versteckt zwischen Wald, Bauernhof und bestehender Hotelsubstanz”, sagt Stefan Rier von noa* und meint weiter, dass die einzelnen Teile nicht miteinander kommuniziert hätten.

Der ehemalige Großbauernhof, der Bayerische Wald, der sicherlich besondere Platz, eine Bausubstanz mit Geschichte und das Gespür für das Potential des Verborgenen haben den Forschergeist von Lukas Rungger und Stefan Rier alias noa* geweckt. Gemeinsam mit ihrem Netzwerk haben sie ein überlebensfähiges Konzept für die Zukunft gefunden.
 
“Wir sind in der Konzeptionsphase stundenlang durch den Wald gestreift, in den ehemaligen Ställen gesessen und haben uns tagelang die Drohnenbilder des Ensembles angesehen”, sagt Lukas Rungger. Es seien inspirierende Momente gewesen. Die Dunkelheit des Waldes habe die Geschichten von Füchsen, Feen und Waldgeistern förmlich in die Köpfe des Teams gespült, so Rungger weiter.

Architektur und Interieur als kontrastreiche Einheit

Der Bayerische Wald ist der “erzählerische Rahmen” für die gesamte Anlage. Die architektonischen Formen des ehemaligen Großbauernhofs sind wie ein Schutzwall rund um das neu konzipierte Ensemble im Kern der gesamten Struktur. Der Seele des Alten haben noa* zeitgenössischen Schwung verliehen und bleiben dennoch respektvoll: Kein Baukörper ist höher als die Bäume des umliegenden Waldes.

Eine Hauptrolle für die Kraft des Ortes

noa* erfinden den Ulrichshof quasi neu: die beiden Architekten Lukas Rungger und Stefan Rier bauen dem lange Verborgenen lediglich eine neue Bühne. Die verglasten Oberflächen der Lobby und des Verbindungsgangs lösen die Bauvolumen auf und setzen den Bayrischen Wald in den Vordergrund. Das Wesen des bayrischen Waldes wird zum gestalterischen Prinzip im Innenraum. Gleichzeitig ist es Grundlage der magischen Inszenierung von Märchen- und Sagenlandschaften. Mit hohem Aufwand in Hinblick auf Inszenierung und handwerkliche Umsetzung sind die Kontaktpunkte geplant. Eingefräste Fuchsspuren in Schränke und Wände sind haptische und optische Momente einer Erzählung. Aufwändige Verglasungen lassen den Blick nach Draußen zu.

Märchen ohne Kitsch und Pomp

Um die tiefe Welt der Sagen zu beschreiben, braucht es keine überflüssigen Elemente...
(Diana Gallmeier, Psychologin)
„Kinder brauchen Märchen“ ist der Titel des Buches von Bruno Bettelheim, welches die Gestaltung des Innenraumes inspiriert hat. „Um die tiefe Welt der Fabeln zu erzählen, braucht es keine überflüssigen Dinge“ sagt Diana Gallmeier, Psychologin aus München, die für dieses Projekt im Kollektiv von noa* mitgearbeitet hat.
Das zentrale Lobbygebäude ist gesäumt von Brücken und Waldwegen. Diese kontrastieren mit den überzeichneten organischen Formen der Architektur. Den Bezug nach Außen vermitteln typische Bäume des bayerischen Waldes im Raum selbst.
 
Die Einrichtungsgegenstände sind die Konsequenz planerischer Arbeit im Kollektiv noa*: Vorhänge, Lampen und Polstermöbel leben von der Magie der Umgebung. Sie sind Anknüpfungspunkte, um sich in jedem Moment auf eine gute Erfahrung einlassen zu können.

Zahlen & Fakten

  • Volumen Zubau: 35.000 m3
  • Waldpassage als Verbindung zwischen Alt und Neu, 40m lang und 6m breit
  • 31 neue Standardzimmer & 10 Suiten
  • Der Kern des Gebäudes ist aus Stahlbeton.
  • Bei den Fassaden sind Holz und Glas dominierende Elemente.
  • Lobby & Lounge entfalten sich in einem Glaskubus von 1200 m2
  • das Wellnesshaus erstreckt sich über eine Fläche von 1800 m2
  • beherbergt einen Saunabereich von 500m2.