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Ein Haus holt sich die Natur ins Haus

Beim Abbruch und Wiederaufbau des Hotel Tofana in St. Kassian im Gadertal (IT) diente die umliegende Bergwelt mit ihrem Facettenreichtum als Inspiration für Architektur und Interior Design. Das Konzept des "Explorer’s Home" überträgt dabei den sportlichen und geistigen Spirit der Besitzerfamilie auf das gesamte Gebäude...

Der traditionsreiche Familienbetrieb wurde bereits im Jahre 1933 gegründet und wird von den jetzigen Besitzern seit 2011 in der dritten Generation geführt. Die Sportbegeisterung von Günther und Verena Frena spielte beim Entwurf des neuen Hotels eine entscheidende Rolle. Die dynamische Persönlichkeit der beiden Yoga- und Pilateslehrer, Mountainbiker, Ski- und Snowboardlehrer und Bergführer veranlasste dazu, das neue Tofana diesem athletischen Genius anzupassen: ein „Berg“ wird in abstrahierter Form zur zentralen konzeptionellen Inspiration für die gesamte Architektur. Die äußere Silhouette spielt ästhetisch mit der einmaligen landschaftlichen Entourage und spiegelt die Form eines mit Bäumen gesäumten Berggipfels wider. Das Hotel fungiert de facto als "Basislager" des Gastes.
Vom Gebäude zur Landschaft: Der Entwurf zelebriert die evolutionäre Transformation eines ursprünglich kompakten Baukörpers – in eine geschichtete bauliche Landschaft, die ihre Umgebung nachhaltig reflektiert... das Haus holt sich die Natur ins Haus.
(Lukas Rungger)
Innenraum und Außenraum, Rückzugsort und Naturerlebnis, werden durch umlaufende und scheinbar in die Landschaft ausgreifende Terrassen und Balkone miteinander verbunden. Großzügige Fensterflächen und der terrassierte Aufbau lassen Licht bis tief ins Gebäudeinnere vordringen. Die Terrassen werden durch vertikale Elemente in Form von Außentreppen und -rampen miteinander verschmolzen und ziehen sich wie ein durchgehender Weg ums Gebäude hinaufschlingend bis zum Dach mit „Gipfelkreuz“.
 

Die Grüne Hülle

Dicht gepflanzte Nadelbäume und sich nach oben windende Pflanzen charakterisieren und prägen das Erscheinungsbild der Fassade. Das Gebäude wird zum Bestandteil der umliegenden Naturkulisse, wobei der kompakte Baukörper mit seiner unregelmäßigen, asymmetrisch konzipierten Form und den vielen Kanten wie eine sich nach oben verjüngende Felsformation wirkt.
Das Haus holt sich die Natur ins Haus.
Gleichzeitig verstärken die zahlreichen Bäume auf den Terrassen den konzeptionellen Entwurfsgedanken, und scheinen den Außenraum mit dem Innenraum verschmelzen zu lassen.
 

Never stop exploring

Das neue Tofana soll zum temporären Zuhause des Gastes werden... Treffpunkt, Regenerations- und Erholungsstätte sowie Ausgangspunkt oder Basislager für Abenteurer, Sportler und Genießer.
Nach dem Motto “Never stop exploring” folgt das Bewegungskonzept und die Infrastruktur im neuen Hotel Tofana dem Prinzip eines Klettersteigs, der vom Besucher durchwandert werden kann. Die Natur und der Berg dienen als Bühne für verschiedene Orte des Verweilens und Entspannens.
 

Von Höhlen und Biotopen

Im Erdgeschoss befinden sich die verschiedenen Loungen und Restaurants, stets den alternierenden Naturlandschaften des Gadertals nachempfunden: Einrichtung und Polstermöbel in Blau, Grün- und Brauntönen suggerieren Almwiesen, Biotope, Mooswälder oder Felsenhöhlen. Von der Talstation - der Rezeption mit Gondel – erfolgt schließlich der Einstieg in den „Klettersteig“ hinauf in die Zwischengeschosse zum Hüttenlager (Zimmer & Suiten), weiter über Stein und Felsen hin zum Gipfel im Schnee und Eis, wo sich der neue Wellness- und Relaxbereich mit Ausblick auf die Dolomiten befindet. Das Naturerlebnis wird zum Hauptthema des gesamten Designs.
 
Die Möblierung ist flexibel gestaltet, die Details bis ins Kleinste durchdacht und von lokalen Handwerkern gefertigt. Die stimmige Materialität des Hauses orientiert sich an lokal gewonnenen nachhaltigen Elementen wie Lärchen-Holz, Leinenstoffen, Natursteinmauerwerk und großen, lichtdurchfluteten Verglasungen... Hängematten, Schaukeln, Sitzsäcke, Couchen, Kissen, Poster und Schriftzüge ziehen sich konsequent durch sämtliche Bereiche und unterstreichen den genuinen Charakter des Hauses. 
 

Zahlen & Fakten

  • Fertigstellung: Dezember 2016
  • Zimmer: 35
  • Bäume an der Fassade: 35