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Balderschwang

Die Erweiterung und Neustrukturierung des Hotel Hubertus besteht aus 4 wesentlichen Eingriffen: - die Erneuerung des Gastbereichs im Erdgeschoss; - die Erweiterung des Spa-Stadels; - die Gestaltung einer Außenlandschaft mit „Mäander“; - die Errichtung einer Familien Lodge anstatt der bestehenden Pizzeria.

der konzeptionelle Schwerpunkt liegt auf einer Neuinterpretation der lokalen architektonischen Sprache: archaische Muster aus Kreisen und Ringen und ortstypisches Lärchenholz verschmelzen in einem Spiel aus alternierendem Fokus auf Licht und Schatten...
(Andrea Dal Negro)
Schwerpunkt dieser Erweiterung ist die Optimierung der internen Gast- und Mitarbeiter Flüsse, um die Qualität und Funktionalität der Räume zu maximieren. Aufmerksamkeit wurde auf den Dialog zwischen Tradition und Moderne gerichtet, um einen harmonischen und kompakten Körper zu schaffen, der sich in den Kontext integriert und mit der Natur interagiert.

Die Hauptzufahrt wird durch einen überdachten Drop-off ergänzt, wo 4 Autos temporär parken können. Die Lobby wird im südlichen Teil durch ein Volumen ergänzt sodass es als logische Erweiterung der Fassade wahrgenommen wird. Die Rezeption ist zentral und hat den Shop und die Spa-Rezeption in Sichtweite und ist an ein natürlich-belichtetes und transluzentes Back Office angebunden. Die Lobby wirkt als „Herz“ des Hotels: sie ist direkt mit Spa, Shop, Beiz und allen wichtigsten Erschließungen verbunden. Niveausprünge werden für eine optimale Barrierefreiheit stark reduziert.
Die Beiz enthält 60 Sitzplätze, eine Stube und die Hotelbar. Sie hat einen eigenen Eingang, kann aber auch von der Lobby durch den Shop erreicht werden; mit dieser Lösung wirkt der Shop als transzendenter Durchgangsraum und interne und externe Gäste können die angebotenen Produkte „integrativ“ konsumieren. Die Bar kann demnach auch direkt von der Lobby benutzt werden.
Die Spa-Rezeption wird im nördlichen Teil ersetzt und fungiert nun als singulärer Zutritt zur Spa vom West- und Ost Zimmertrakt, sowie für externe Gäste.
Im bestehenden Verbindungsgang zum neuen Spa Stadel befindet sich eine kleine Rezeption und der Zugang zur Saunenwelt: die Saunen sind mit einer Ruhefläche angebunden, die durch einen offenen Innenhof belichtet ist. Der bestehende Spa Stadel wird durch ein 2-geschossiges kompaktes Gebäude ergänzt, das einen Leseraum, Ruhefläche, eine Spa Suite und eine Sauna mit Panoramablick und Außenterrasse enthält.
Als Besonderheit des Außenbereiches wird ein Schwimmbereich konzipiert, der dem Prinzip des „Mäander“ folgt. Der Pool ist im Winter vom Spa Stadel direkt zugänglich und bietet überdachte Panorama-Nischen. Durch sein „Infinity Edge“ wirken die rhythmischen Nischen wie inszenierte Wasserfälle. Der Außenbereich wird als lebendige Landschaft durch Pflanzen und Hügel komplementiert, Liegeflächen und Sportplatformen befinden sich in einem geschützten Kontext.
das Konzept des Mäanders lehnt sich an seine ursprüngliche Bedeutung als Abfolge zahlreicher Schlingen und Windungen an...
(Andrea Dal Negro)
Im Westlichen Teil entsteht die neue Familien Lodge: der Sockel enthält eine Tiefgarage mit 16 neuen Stellplätze, Technikräume, ein Hallenbad und einen Spielraum für Kinder. Im 1.Obergeschoss werden 4 Suiten errichtet und eine Rezeption dient als Verbindung mit dem bestehenden Hotel. In den weiteren Obergeschosse 2 und 3 finden sich 8 Suiten und 2 Highlight Suiten mit Sauna und Panoramablick. Die zusätzlichen Dachebenen über die Suiten im Obergeschoss 3 erlauben größe Flexibilität bei der Belegung und sind gleichzeitig eine spannende Erlebniswelt für Kinder.
Das gesamte Volumen ist mit großen Holzringen aus Leimbinder umhüllt, die neben einer statischen Funktion für die Balkone, bilden Rahmen für Panorama Blick und definieren die Räume: einerseits mit offenen, exponierten und extrovertierten Zonen; auf der anderen Seite mit geschützten, intimen und introvertierten Räumen, bilden besondere Rahmen in der Landschaft.

Zusätzlich wird im Obergeschoss 1 ein Restaurant mit Spielbereich gestaltet und direkt an die bestehende Küche angebunden: so sind die Wege zB für Personal und Kellner auf ein Minimum reduziert und die Kinder können in Sichtweite der Eltern während dem Essen spielen.

Die bestehende Fassade des östlichen Baukörpers wird diskret behandelt: die bestehende Hülle und die Balkone werden in dunklen Erdtönen neu koloriert und vertikale Holzlattungen werden an den Balkonen als Sichtschutz installiert.

DATEN & ZAHLEN

  • Typologie: Hotel
  • Ort: Balderschwang (D)
  • Phase: Wettbewerb
  • Architektur: noa* (network of architecture)
  • Interior Design: noa* (network of architecture)
  • Besonderheiten: Große Ringen definieren Räume und Blicke